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Referate

 

Marcel Rebiai: Der Kampf um die Erwählung

Das Thema der Konferenz „Israels Comeback“ kann missverständlich sein.

Israel als solches, als Volk und Nation ist weder Inhalt noch Ziel unserer

Aufmerksamkeit, sondern die Pläne und Absichten des Gottes Israels, der

der Gott der Bibel ist. Gott ist das Zentrum in der Auseinandersetzung und

dem Konflikt im Zusammenhang mit Israel. Ohne Gott und seine Pläne gäbe

es weder Israel noch den Nahostkonflikt, der offensichtlich die ganze Welt

betrifft. Gott hat sich ein Volk erwählt, um allen Völkern der Welt Errettung zu

schaffen. Er hat Israel erwählt, geliebt, erzogen, bestraft und beschützt und

es als ein Merkmal, als sein Zeuge unter die Völker gesetzt. Israel ist nicht

besser als andere Völker. Gott hat an Israel gelitten wie an allen anderen

Völkern auch. Trotzdem hat er seinen Bund gehalten, die Propheten Israels

zu seiner Stimme für alle Nationen gemacht und den Messias Jesus in

Israel Fleisch werden lassen. Wobei Israel als Volk den Messias

abgelehnt hat – und doch waren es Juden als Teil des Volkes Israel, die

ihn zuerst erkannt, an ihn geglaubt und mit dem Einsatz ihres Lebens seine

Botschaft in die Welt gebracht haben. Das Feuer, das seit 2000 Jahren durch

die Welt geht, hat in Israel begonnen.

Doch damit ist die Geschichte noch nicht fertig. In Hesekiel 36 sagt Gott,

dass Israel als Volk und als Nation wiederhergestellt würde, um seines

Namen willen. Nicht, dass Israel es verdient hätte, sondern Gott erweist

durch diese Wiederherstellung seine unerschütterliche Treue. Er will durch

das gereinigte und geheiligte Israel alle Völker der Welt mit seinem Heil,

aber auch seinem Herrschaftsanspruch erreichen. In Jes 2, Jes 25 und

Micha 4 steht, dass es Gott immer um die Völker der Erde geht. Gott will

Heil, Erlösung, Frieden und Leben für alle, aber zu seinen Bedingungen.

Er hat sich entschieden, Israel als Nation zu seinem Werkzeug zu machen.

Die Gemeinde ist gerufen, nicht Partei für Menschen und Völker zu ergreifen,

sondern für Gott, ihren Herrn und Messias. Als Gemeinde, als Braut Christi

kann und darf die Berufung Israels keine Bedrohung sein; im Gegenteil:

Wenn sie sich ihrer Berufung wirklich bewusst ist und die Nähe und das

Vertrauen zum Gott Israels lebt, dann sagt Paulus, dass Israel auf die

Gemeinde eifersüchtig sein wird – und nicht umgekehrt.

Die Welt ärgert sich über die Erwählung Israels. Sie ist für sie eine

Torheit, genau so wie sie sich über den Anspruch Jesu ärgert, die einzig

gültige Wahrheit, der einzig gültige Weg zum Vater zu sein.

 




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